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AEM-Jahrestagung 2022: Anmeldung und Programm online

Kategorie: AEM-Info, Allgemein, Veranstaltungen


AEM-JAHRESTAGUNG 2022

"Ton ab, Kamera läuft...!" Medizin- und Pflegeethik in den Medien

Zeit: 29.09.-01.10.2022
Ort: Frankfurt am Main

Das vorläufige Tagungsprogramm sowie hilfreiche Hintergrundinformationen finden Sie auf der Tagungshomepage www.medizinethik2022.de.

Der Tagungsverantwortliche Prof. Dr. Kurt W. Schmidt lädt alle Interessierten ganz herzlich zur Teilnahme ein.
Die Anmeldung ist bis zum 31.08.2022 möglich, bis zum 31.07.2022 wird ein Frühbucherrabatt gewährt.


Nach zwei coronabedingten Online-Jahrestagungen laden wir Sie in diesem Jahr wieder zu einer Präsenzveranstaltung ein. Dabei werden die medialen Aspekte von Medizin- und Pflegeethik den inhaltlichen Schwerpunkt bilden. Ziel wird es sein, die vielfältigen Erscheinungsformen von medizin- und pflegeethischen Themen in den Medien systematisch und eingehend zu beleuchten. So wird es u.a. um die Auswahl und den Einsatz von Medien bei der Vermittlung medizin- und pflegeethischer Inhalte sowie um die kritische Analyse der dabei transportierten Inhalte gehen.

Medizin- und pflegeethische Themen spielen nicht nur im Alltag von Krankenhäusern, Pflegeheimen und der ambulanten Versorgung eine Rolle, sondern haben auch in den Medien ihren festen Platz. Viele Bürger:innen kommen – teilweise zum ersten Mal – durch TV-Beiträge, Zeitungsartikel und zunehmend auch über Social Media in Kontakt mit gesundheitsethischen Fragestellungen. Die über mehr als zwei Jahre andauernde Pandemie hat den medizin- und pflegeethischen Fragen eine nie dagewesene Aufmerksamkeit beschert. Und zugleich lässt sich nüchtern anmerken: Der Umgang mit den Medien ist für viele Professionelle aus dem Bereich der Medizin- und Pflegeethik ein neues und auch nicht ganz unproblematisches Terrain.

Ebenso wie Expert:innen aus medizinischen Fachgebieten (wie Intensivmedizin und Virologie) lernen auch Medizin- und Pflegeethiker:innen nicht strukturiert den professionellen Umgang mit den Medien. Doch wer sich öffentlich äußert, muss Verantwortung in einer Weise übernehmen, die ihm/ihr nicht unbedingt klar ist bzw. war. Jedes Medium hat hier seine eigenen Gesetze: Ein medizin- und pflegeethisches Problem kann in einem Kurzinterview für eine Nachrichtensendung nicht wie in einem Proseminar aufgearbeitet werden. Was aber sind genau diese „Formate“ der Medien? Wie gelingt es, medizin- und pflegeethische Themen angemessen und verständlich darzustellen? Und was erwarten Medienschaffende von den Vertreter:innen der Medizin- und Pflegeethik? Welche Fallstricke ergeben sich? Lassen sich komplexe ethische Themen überhaupt in allen Formaten angemessen abbilden oder bedarf es zur Darlegung sensibler ethischer Problemkonstellationen bestimmter Rahmenbedingungen (wie einem Zeitkontingent), die nicht von allen Medien erfüllt werden (können)? Und welche normativ-ethischen Aspekte gilt es hierbei zu bedenken?

Der Begriff „Medien“ wird bei dieser Jahrestagung weit gefasst: Es geht um Spielfilme, TV-Serien und Fernsehdokumentationen, aber auch um Nachrichtensendungen und Talkshows, Zeitungen, Comics und Social Media. Ein besonderes Augenmerk wird zudem auf der aktiven Mitwirkung von Medizin- und Pflegeethiker:innen in den Medien liegen. Neben diesem inhaltlichen Schwerpunkt wird die Jahrestagung - wie in den zurückliegenden Jahren auch - durch freie Vorträge, Präkonferenzworkshops und Workshops zu anderen Themenfeldern bereichert.

Die drei Veranstaltungsorte (Evangelische Akademie Frankfurt, Dominikanerkloster und Haus am Dom) liegen alle zentral in der Frankfurter Innenstadt (Römerberg) und sind nur wenige Minuten Fußweg voneinander entfernt. Für die Hotelunterkunft stehen zwei Hotels in unmittelbarer Nähe zur Verfügung (siehe Tagungshomepage).

Ob es im Herbst besondere Einschränkungen aufgrund des weiteren Verlaufs der COVID-19-Pandemie geben wird, weiß derzeit niemand zu sagen. Wir werden es von Seiten der Tagungsorganisation im Blick behalten und rechtzeitig, u.a. auf der Tagungshomepage über aktuelle Entwicklungen und ggf. notwendig werdende Schutz- und Hygienekonzepte informieren.